Die soziale Verantwortung der Immobilienbranche...

 

Haben die Immobilienbranche oder die Immobilieneigentümer eine soziale Verantwortung? Ist es wirklich ihre Aufgabe, nebst der Bezahlung aller Steuerabgaben und sonstigen Kosten auch noch soziale Komponenten zu berücksichtigen und sozial Schwächere oder die Sozialbehörden bei der schwierigen Wohnungssuche zu unterstützen…?

 

Die spontane Antwort lautet ‘wohl kaum’… und doch… 

 

Es ist unbestritten, dass eine eigene Wohnung die Grundlage für eine stabile Lebenssituation darstellt. Fehlt das Zuhause, so ist die Herausforderung das durch Krankheit, Unfall oder eines sonstigen Ereignisses aus dem Lot geratene Leben wieder in den Griff zu bekommen, ungleich grösser. Dies gilt insbesondere bei den Fällen, wo es sich um eine vorübergehende Phase handelt, in welcher die Person wieder ‘auf die Beine’ kommen muss. 

 

Die grosse Herausforderung besteht in diesem Zeitraum jedoch darin, überhaupt eine Wohnung zu finden, welche als Basis für den Wiederaufbau einer stabilen Lebenssituation dient. Meist sind jedoch die Voraussetzung aufgrund eines engen finanziellen Spielraums, fehlender Referenzen oder gar Betreibungseinträgen suboptimal. 

 

Hier könnte die Immobilienwirtschaft eine stärkere soziale Verantwortung übernehmen, in dem sie diese Leute dahingehend unterstützt, dass sie diese bei der Vergabe von günstigem Wohnraum angemessen bzw. vermehrt berücksichtigt. Sicherlich sind nicht alle Personen als Mieter für eine dieser Wohnungen geeignet, und doch sind problemlose Mieter unter diesen Suchenden, welche in der heutigen Betrachtungs- und Handlungsweise kaum eine Chance haben.

 

Dies nicht zuletzt an urbanen Standorten, wo aufgrund der starken Nachfrage nach günstigem Wohnraum und dem dadurch grossen Konkurrenzkampf gegen die vielen anderen ‘auf dem Papier’ besseren Bewerber. Wird die Mieterauswahl dann auch noch durch einen Algorithmus bestimmt, ist die Chance eine bezahlbare Wohnung zu finden und sich so selber aus dem Tief befreien können, gleich Null.

 

Wenn die Immobilienbranche in diesen Fällen, allenfalls auch in Zusammenarbeit mit den Sozialbehörden oder Dritten, mehr soziale Verantwortung übernehmen und sozial schwächere Personen für die günstigen Wohnungen berücksichtigen würden, könnte nicht nur diesen Menschen geholfen, sondern auch die hohen Sozialkosten gesenkt werden.

 

Es ist zwar nicht die Aufgabe der Immobilienwirtschaft soziale Probleme zu lösen, doch hätte sie es in der Hand, lediglich mit bewussteren Wohnungsvergaben einen wichtigen sozialen Beitrag zu leisten und so die uns alle belastenden Sozialkosten nachhaltig zu senken. 

 

Der Wandel beginnt auch hier im Kopf… 

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